Durch eine fälschliche Bombardierung sind in der Provinz Ghasni südwestlich von Kabul fünf afghanische Soldaten getötet worden. Zwei weitere Soldaten wurden verletzt. Flugzeuge der NATO hatten die Truppen heute morgen unbeabsichtigt bombardiert. Die afghanischen Soldaten hatten gerade eine Gruppe von Extremisten angreifen wollen, als sie selbst bombardiert wurden, sagte ein Behördensprecher der Provinz. ...
Das dürften dann wieder mindestens 5 afghanische Familien sein, die die Besetzung Afghanistans durch NATO-Truppen mehr als skeptisch sehen werden. Mit Aktionen wie diesen, die ja nun wirklich keine Ausnahme mehr sind, wächst ganz natürlich der Frust gegen die Besátzungstruppen und stärkt auf der anderen Seite die Gegenseite.
meteroid :
07.07.2010 16:53
Aber wenn es deutsch Soldaten gewesen wären, dann hätte es hierzulande garantiert wieder ein Diskussion über den Sinn des Einsatzes gegeben
mvc-Gast :
07.07.2010 17:23
Wieso? Ich stell mir die Frage nach dem Sinn des Einsatzes seit Jahren. Welche Interessen hat die Bundeswehr denn dort zu vertreten und zu schützen? Ich hab da keine Interessen. Hauptsächlich die USA haben dort ihre Interessen. Rauschgifthandel, Bodenschätze und Aufmarschgebiet gegen den Iran und natürlich auch gegen den neuen alten Feind - Russland.
Und die Bundeswehr wird dazu als Erfüllungsgehilfe eingesetzt.
Was gab es in den 80-er Jahren für einen Aufstand, als die Sowjetarmee in Afghanistan einmarschierte - übrigens auch auf Bitte der damaligen Regierung. Genauso sinn- und hirnlos wie der Einsatz damals war, ist er auch diesmal.
mvc-Gast :
11.07.2010 17:33
Was hat das Wochenende in Afghanistan denn nun gebracht? 6 getötete US-Soldaten, 2 verletzte Bundeswehrsoldaten und enorme Proteste gegen die Besatzungstruppen. Der Widerstand in Afghanistan wächst und es sind beileibe nicht alles Taliban, die gegen die Truppenpräsenz demonstrieren.
Angesichts der bevorstehenden Wahlen können wir mit Sicherheit von einer weiteren Eskalation der Gewalt ausgehen, leider.
meteroid :
13.07.2010 23:57
Na ja ist halt eine gute Ausbildung für unsere Soldaten im Einsatz zu sein als nur auf Pappscheiben zu schießen. Außer Tote bringt es nicht viel die Russen hatten damals auch nach Jahren aufgegeben. In der Ecke ist Krieg schon ganz normaler Alltag, natürlich ist es nur ein gefallen an die USA wegen dem 11. September damals.
mvc-Gast :
14.07.2010 04:58
Wenn es nicht die jahrzehntelange Einmischung gegeben hätte, in der die zwei gegnerischen Seiten in Afghanistan durch die USA und die damalige UdSSR jeweils unterstützt und gestärkt worden wären, würde es die Konflikte in Afghanitan wohl nicht geben.
Im Moment bekämpft die USA da unten ja ihre selbst gezüchtete und jahrelang protegiierte Truppe - die Taliban. Und wir sind da mitten mit drin. Diesmal nicht nur mit finanzieller Unterstützung wie bei den Irak-Kriegen, diesmal muß auch deutsches Blut fliessen. Nur damit die USA als Weltgendarm da "für Ordnung" sorgen darf.