Innenminister Thomas de Maizière ist offenbar zum Opfer von Autodieben geworden. Rund zwei Wochen nach einer Großaktion gegen Autoschieberbanden in Sachsen sei dem Minister nun selbst in Dresden der Privatwagen gestohlen worden, meldete die "Leipziger Volkszeitung".
Das Auto ist dem Bericht zufolge auf den CDU-Politiker zugelassen, wurde aber von seiner Tochter benutzt. Erst Ende Juni hatte es in Sachsen eine Großrazzia mit rund tausend Polizeibeamten gegen organisierte Kfz-Diebe gegeben - im Beisein von de Maizière, der seinen Wahlkreis in Sachsen hat.
Wenn sich mal da nicht einer auf die Füße getreten fühlte und sich persönlich rächen wollte!!
Der 33-jährige Pole, der das gestohlene Auto von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) außer Landes schaffen wollte, muss sechs Monate in Untersuchungshaft. Der Pole, der der Polizei Mittwochabend nach einer Verfolgungsjagd ins Netz gegangen war, bekommt damit als einer der Ersten den Kurswechsel bei der Verfolgung von Autodieben zu spüren.
Obwohl Mariusz J. bisher offenbar keine Vorstrafen hat, lediglich das Privatfahrzeug außer Landes schaffen sollte und einen festen Wohnsitz vorweisen kann, sitzt er in Untersuchungshaft. Die Ermittler und Landespolizeichef Bernd Merbitz hatten mehrfach kritisiert, dass bei den bandenmäßig organisierten Beutezügen gefasste Täter zu oft und zu schnell wieder auf freien Fuß kämen