Highlight im Herzen von Parchim
Das neue Brauhaus in der alten kaiserlichen Post
Mit dem Brauhaus zieht nach rund acht Jahren wieder leben in das ehemalige Kaiserliche Postamt ein, das im stil der Neorenaissance im Jahre 1883 von Baumeister H. Stier erbaut wurde.
1996 wurde das Gebäude rekonstruiert, das bis Ende 1998 mehr als 100 Jahre Kreisstadt als Postamt gedient hatte. Vor vier Monaten, also Mitte Juni, wurde dem Postgebäude, dem heutigen Parchimer Brauhaus, der Sudkessel abgeladen.
Und nun wird damit bereits das Parchimer Bier hergestellt. Der Rund 3 Tonnen schwere Kessel, der von der Firma „Kaspar Schulz“ aus Bamberg, dem nach eigenen Angaben ältesten Brauanlagenhersteller der Welt, gefertigt wurde, bildet dabei das Herzstück der Anlage.
„Mit dem Kessel wurde das Haus sozusagen endgültig eingeweiht“, erklärte Torsten Weidemann damals beim Abladen der Kessel, der immerhin allein schon rund 400.000 Euro kostet.
Während der 2. Parchimer Einkaufsnacht im Juni dieses Jahres konnten alle Interessierten einen Blick hinter die Kulissen bzw. in die Baustelle werfen. Der Umbau des ehemaligen Kaiserlichen Postamtes war nicht unbemerkt geblieben und viele Parchimer waren neugierig, was nun daraus werden möge.
Ein Brauhaus ist es geworden und das scheint wohl ein regionales Highlight zu werden! Das erste Parchimer Bier mit dem klagvollen Namen „Pütts Bräu“ wurde für die Einkaufsnacht im Juni extern in Husum bebraut. Erst seit wenigen Wochen fließt der köstliche Saft aus der eigenen Anlage des Brauhauses. „Das Konzept sieht im Keller der Bierproduktion vor, während das Erdgeschoss als Gastraum zur Verfügung steht“, erklärt der zuständige Architekt Ulf Harm.
Rund 140 Plätze laden künftig zum Verweilen ein. dazu kommen in den zwei darüber liegenden Etagen insgesamt 16 Hotelzimmer mit 22 Betten. Baumeister Frank Hohlfeld, der schon Brauerfahrung in Frankreich gesammelt hat, wird für die Bierproduktion verantwortlich sein. Eine helle und eine dunkle Biersorte wird gebraut. So wird es zukünftig zwei Biere geben, die im ständigen Angebot sind, und zwei Biere, die als Saisonbiere gebraut werden.
Der gastronomische Teil beherbergt ein Steakhaus mit vielen Gerichten rund um das Bier. Die Besucher Können, während se genießen, einen Blick auf die Bierproduktion werfen.